Vergroesserung prostata operation

Wie der Name schon sagt wird hier offen, durch die Bauchdecke und dann durch die Blase, oder zwischen Blase und Schambein operiert. Dieses Verfahren wird außer bei extrem vergrößerter Prostata oder anderen individuellen Faktoren, wie z.B. dem Vorliegen von Divertikeln oder bei einem Leistenbruch, kaum mehr angewandt. Wie man sich vorstellen kann ist die Komplikationsrate durch den letztlich umständlichen Zugangsweg hier etwas höher, als bei einem Zugang durch die Harnröhre. Die Beschwerdebesserung und langfristigen Komplikationen sind allerdings ungefähr gleich.

Außerdem ist es mittels einer Schlinge möglich das abgetragene Gewebe zu bergen und so histopathologisch weiter zu untersuchen. Da mit Hilfe des Endoskops unter Sicht operiert wird, kann umliegendes Gewebe geschont werden. Auch Verletzungen des Blasenschließmuskels, die zu einer langfristigen Inkontinenz führen könnten, sind dadurch gut zu vermeiden. Meist ist eine langfristige Verbesserung der Beschwerden und vor allem auch des Harnabflusses zu erreichen.

Laser können bei der Therapie einer Prostatavergrößerung auf verschiedene Arten eingesetzt werden. Da die Art und Weise, mit der ein Laser auf ein Gewebe einwirkt, sowie die Eindringtiefe stark von dessen Wellenlänge abhängt, ist es möglich mit dem Laser sowohl zu schneiden, als auch das Gewebe einzuschmelzen.

Bei der Vaporisation wird die Prostata in sich eingeschmolzen dadurch die Engstelle beseitigt. Das Verfahren hat allerdings den Nachteil, dass keine Schnittproben für pathologische Untersuchungen mehr entnommen werden können. Dies ist vor allem dann schlecht, wenn erst während der Operation abgeklärt werden kann, ob es sich um eine gutartige Prostatavergrößerung oder um einen Tumor handelt.

Aufgrund der anatomischen Lage der Prostata unmittelbar um die Harnröhre kommt es in den meisten Fällen bei Patienten, die unter einer vergrößerten Prostata leiden, über kurz oder lang zu Behinderungen des Harnabflusses. Die entstehenden Probleme beim Wasserlassen sind zum einen einfach unangenehm, können zum anderen aber auch Folgeprobleme verursachen. Dazu gehören vor allem Blasensteine, Harnwegsinfekte oder auch Nierenschädigungen.

Bei der Transurethralen Prostataresektion (TUR-Prostata) erfolgt die Entfernung der Prostata durch die Harnröhre. Dies ist das aktuelle Standardverfahren zur Therapie bei Prostatavergrößerung und wird bereits sehr lange angewandt. Dabei wird ein endoskopisches Instrument eingebracht. Mit diesem kann dann, mittels bipolar elektrischem Schnitt, das Prostatagewebe entfernt werden. Dies hat den Vorteil, dass kaum Blutungen entstehen.

Eine weitere Unterteilung ergibt sich bezüglich des gewählten Zuganges. So kann die Prostata einerseits „transurethral“, also durch die Harnröhre als natürlichem Zugangsweg operiert werden. Andererseits sind auch Zugangswege durch die Bauchdecke möglich. Können diese Prostata entfernenden Verfahren nicht angewandt werden, z.B. aufgrund von vielen Vorerkrankungen, gibt es auch noch die Möglichkeit die Harnröhre selbst durch einen Stent offen zu halten.

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Eine weiteres Verfahren beschreibt die sogenannte Laserkoagulation. Der Laser wird hierbei durch den Damm eingebracht. Dabei wird die Prostata nicht im eigentlichen Sinne entfernt. Vielmehr wird das Gewebe der Prostata durch den Laser auf eine Art und Weise zerstört, durch die es anschließend vom Körper selbst abgebaut werden kann. Dabei kommt es zunächst zu einem Anschwellen des Gewebes, darauf folgen Umbau- und schließlich Abbauprozesse. Die Ergebnisse können ungefähr mit denen der transurethralen Prostataektomie (TUR-Prostata) verglichen werden. Da das Verfahren aber weniger invasiv ist, eignet es sich vor allem bei Patienten, bei denen eine eigentliche Operation nicht möglich wäre.

Aufgrund zahlreicher Studien, zum Teil auch aus dem Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, ist die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata seit 2006 in den europäischen Leitlinien für Urologie und durch den gemeinsamen Bundesausschuss (oberstes Beschlussgremium der Krankenkassen, Krankenhäuser und der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte) als einziges Alternativverfahren mit geringeren Nebenwirkungen zur herkömmlichen Ausschabung (TUR-P) und der offenen Operation über den Bauchschnitt anerkannt.

In dem zertifizierten urologischen Laserzentrum des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums wurden seit 1998 über 6500 Holmium-Laser-Enukleationen durchgeführt, zurzeit durchschnittlich 650 pro Jahr. Damit ist das Laserzentrum bei der Durchführung von HoLEPs europaweit führend.

Laserenukleation (-entkernung) und Laservaporisation (-verdampfung) der Prostata. Die Prostata kann durch Verwendung von Laserenergie minimalinvasiv durch die Harnröhre verkleinert werden. Diese Verfahren haben ein geringeres Blutungsrisiko und eignen sich besonders für Patienten, bei denen eine Blutverdünnung notwendig ist.

In seltenen Fällen kann es erforderlich sein, die Prostata über einen Unterbauchschnitt aus ihrer Kapsel herauszulösen. Durch die Entkernung wird maximal viel störendes Prostatagewebe entfernt, was beste und zu meist lang anhaltende Operationsergebnisse (guter Harnstrahl und vollständige Entleerung der Harnblase) zur Folge hat.

Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata ist ein innovatives Operationsverfahren mit minimalinvasiven Zugang durch die Harnröhre, unabhängig von der Größe der Prostata, mit geringem Blutungsrisiko (also auch für Patienten mit Blutverdünnern geeignet) und kürzerem Krankenhausaufenthalt. Grundsätzlich ist auch die Operation bei Vorliegen eines Prostatakrebses möglich. Hier jedoch nicht, um den Krebs zu bekämpfen, sondern die Qualität des Wasserlassens zu verbessern.

Es besteht bei diesen modernen Endoskopien zum einen die Möglichkeit, das Gewebe der Prostata aus seiner Kapsel herauszulösen (Enukleation) oder zum anderen, es zu verdampfen (Vaporisation).

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist das älteste minimalinvasive Verfahren mit Zugang durch die Harnröhre bis zur Prostata. Hier wird Hochfrequenzstrom genutzt, um mit einer feinen Metallschlinge Stück für Stück Prostatagewebe abzuhobeln und Blutungen zu veröden. Auch hier erhält man also Prostatagewebe zur Nachuntersuchung auf einen etwaig vorliegenden Prostatakrebs. Allerdings ist man auf Prostatagrößen von maximal 80 bis100 Gramm begrenzt. Auch ist das Blutungsrisiko und damit das Risiko, dass Blutkonserven erforderlich werden, höher als bei den Laseroperationen. Daher kann die TUR-P nicht unter Einnahme von Blutverdünnern durchgeführt werden.

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Mit dem Holmiumlaser wird die Prostata enukleiert, sozusagen ausgeschält. Dabei wird die Prostatadrüse aus ihrer Kapsel herausgelöst. Die Blutstillung erfolgt dabei durch die Laserenergie. Das gesamte herausgelöste Gewebe wird immer auf einen etwaig vorliegenden Prostatakrebs untersucht. Mit dem Holmiumlaser können zur gleichen Zeit Harnblasensteine zertrümmert werden. Durch die Enukleation wird das Prostatagewebe bis auf die Kapsel entfernt, was hervorragende und nachhaltige Operationsergebnisse (guter Harnstrahl und vollständige Entleerung der Harnblase) zur Folge hat. Ein weiterer Vorteil der Enukleation ist, dass sie für alle Prostatagrößen geeignet ist (bis zu 600 Gramm) und daher eine Operation mit einem Bauchschnitt nur noch äußerst selten notwendig ist (link 4d1c offene Operation).