Prostatavergrößerung ursachen krebs

Marielu: Wie wird Restharn außer beim Arzt erkannt? Kann man das zu Hause erkennen und wie?

Braun: Embolisation ist ein neues Verfahren, bei dem die Durchblutung der Prostata gezielt reduziert wird, und dadurch kommt es zum Schrumpfen der Prostata – im Gegensatz zur Operation allerdings in allen Bereichen der Prostata und nicht nur in den Bereichen, die verantwortlich sind für die Symptome der gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Peter: Ich habe eine gutartig vergrößerte Prostata. Innerhalb der letzten eineinhalb Jahren hatte ich drei Blasenentzündungen. Ob die Prostata tatsächlich dafür verantwortlich ist, weiß ich nicht. Ist ein operativer Eingriff erforderlich?

Braun: In der Regel nur durch Ultraschall, der nach dem Wasserlassen gemacht wird.

Prof. Dr. Peter Martin Braun: Sie brauchen eine urologische Abklärung, ob zum Beispiel Resturin da ist, der für die Blasenentzündung verantwortlich ist. Gegebenenfalls kann dann zunächst mit Medikamenten versucht werden, den Restharn zu reduzieren, was dann häufig jahrzehntelang funktioniert, ohne dass operiert werden muss.

Tommy: Wie ist das Verhalten bei einer Blasenhalsverengung und einer geplanten Einkerbung? Muss man hier mit denselben Nebenwirkungen rechnen?

Braun: Nein, vermutlich liegt eine Blasenentleerungsstörung vor. Das heißt, die Blase entleert sich nur unzureichend und die Alternative zu einer operativen Verkleinerung der Prostata wäre eine Dauerkatheterversorgung. Dies möchte der Urologe vermutlich vermeiden.

Anders als vor einer Operation wegen Prostatakrebs machen sich vor einem Eingriff wegen einer gutartig vergrößerten Prostata wenige Männer Sorgen um mögliche Folgen wie Inkontinenz und Impotenz. Aber auch dieser Eingriff kann zumindest vorübergehend solche Auswirkungen haben. Was kann man dann tun? Wann muss eine gutartige Prostatavergrößerung überhaupt operiert werden?

Braun: 250 Milliliter und mehr.