Prostatavergrößerung beim hund forum

Häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen: Etwa jeder dritte Mann leidet im Alter an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Tel. (0521) 260 555 44

Alternativ kann das Prostatagewebe auch mithilfe von Laserstrahlen entfernt werden. Während herkömmliche Laser (zum Beispiel Greenlight-Laser) das überschüssige Gewebe einfach komplett verdampfen und dieses Verfahren nur für gering vergrößerte Drüsen geeignet ist, schneiden Lichtskalpelle es heraus. Die Tulium-Laserenukleation eignet sich besonders für Patienten mit hohem Blutungsrisiko. Der Eingriff erfolgt durch die Harnröhre, Blutungen verschweißt der Laser sofort. Ein spezielles Instrument zerkleinert das abgetragene Gewebe in der Blase, von dort wird es dann herausgespült. Ein Vorteil der Laserbehandlung ist, dass das abgetragene Gewebe im Anschluss feingeweblich untersucht werden kann, um zum Beispiel eine Prostatakrebserkrankung auszuschließen.

Wie bei jeder Operation kann es bei einem solchen Eingriff zu Komplikationen kommen: So können während und nach der Operation Blutungen auftreten. Auch Inkontinenz und Erektionsstörungen sind nicht selten. Diese sind aber häufig nur vorübergehend. Nach einem Eingriff kann es zu einer sogenannten Drang-Inkontinenz kommen, sodass der Betroffene zeitweise Urin verliert. Der Grund dafür ist, dass der ganze Schließmuskel-Apparat nach einer OP noch nicht an die neue Situation angepasst ist. Vor der OP wurde die Harnröhre von der wachsenden Prostata immer stärker bedrängt, die Blase musste immer mehr Druck aufbauen, um kleinste Mengen Urin durch die Harnröhre zu pressen. Nach der OP fehlt der Widerstand, die Blase baut aber aus Gewohnheit immer noch starken Druck auf. Nun trifft viel mehr Flüssigkeit auf den Schließmuskel, der diese dann nicht halten kann. Die Umgewöhnung des Körpers kann Wochen, manchmal auch Monate dauern. Vorlagen schützen in dieser Zeit. Außerdem können Medikamente den Harndruck senken. Regelmäßiges Beckenbodentraining stärkt zudem den Blasen-Schließmuskel.

Der Einsatz von Urolift-Implantaten ist ein weiteres, schonendes Verfahren. Dabei wird die Prostata gerafft. Dazu werden durch die Harnröhre spezielle Anker in die Prostata eingebracht. Sie raffen das Prostatagewebe und erweitern dadurch den Durchmesser der Harnröhre. Der Harnfluss erhöht sich danach durchschnittlich um ein Drittel. Das Verfahren eignet sich insbesondere für junge Patienten, die ihre Zeugungsfähigkeit erhalten wollen. Die Prostata darf dabei nicht mehr als 60 Gramm wiegen. Die Vergrößerung darf also noch nicht weit vorangeschritten sein. Da bei diesem Verfahren die Ursachen der Beschwerden nicht beseitigt werden, schreitet das Wachstum der Prostata fort. Die Verankerungen könnten dadurch möglicherweise im Verlauf ausreißen und eine weitere Therapie kann erforderlich sein.

Auch eine gutartige Prostatavergrößerung kann Auswirkungen wie Inkontinenz haben. Prof. Dr. Peter Martin Braun hat im Visite Chat Fragen dazu beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen. mehr

Facharzt für Urologie

4,23 bei 26 Bewertungen

Eine gutartige Prostatavergrößerung ist die häufigste urologische Erkrankung des Mannes. Der Kieler Urologe Professor Peter Braun klärt über Therapiemöglichkeiten auf. Video (04:14 min)