Prostataentzuendung medikamente schweiz

Die Ärzte von DrEd erläutern die Diagnose und Behandlung einer Prostataentzündung und können ein Medikament gegen Erektionsstörungen verschreiben, wenn diese zum Beispiel nach einer Prostataentzündung auftreten.

Die Prostata, im Deutschen auch als „Vorsteherdrüse“ bezeichnet, befindet sich anatomisch unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre. Vom jüngeren Mann wird die Prostata meist nicht bemerkt – erst wenn eine Infektion wie eine Prostataentzündung vorliegt, kann das Organ starke Schmerzen und weitere Beschwerden verursachen.

  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Muskelschmerzen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang mit jedoch nur geringen Harnmengen bei Entleerung
  • Ein unangenehmes Druckgefühl im Unterbauch
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)

Zunächst wird der Arzt sorgfältig die Vorgeschichte (Anamnese) erheben. Dazu zählen auch Fragen nach dem Sexualverhalten, um ein Erregerspektrum abschätzen zu können. Die Körpertemperatur wird gemessen und Blut abgenommen. Auch eine Urinprobe muss abgegeben werden, um diese auf Bakterien oder Entzündungszellen zu untersuchen.

Wenn die akute Prostatitis schnell und ausreichend behandelt wird, ist die Gefahr von Langzeitschäden sehr gering. Starke akute oder chronische Entzündungen können eventuell die Funktion der Prostata gefährden, was zu einem verminderten Ejakulat und weniger motilen, also weniger beweglichen, Spermien führen kann. Außerdem kann es zu einem Prostataabszess kommen (es bildet sich ein mit Eiter gefüllter Hohlraum in der Prostata), der unter Umständen operiert werden muss.

Wenn das Krankheitsbild sehr schwer ist, kann eine Aufnahme ins Krankenhaus mit intravenöser Antibiotikatherapie notwendig sein. Die antibiotischen Medikamente müssen etwa vier Wochen lang regelmäßig eingenommen/verabreicht werden.

Die bakterielle akute Prostatitis wird durch Bakterien verursacht, die in die Prostata gelangen, z.B. durch die Harnröhre, den Blut- oder Lymphstrom oder durch bakteriell entzündetes benachbartes Gewebe (z.B. vom Enddarm). Die Erreger, unter anderem auch Neisseria gonorrhoe (Erreger der Gonorrhoe) und Chlamydien, können durch ungeschützten Sexualverkehr übertragen worden sein.

Unterstützend können Schmerzmittel, Fiebersenker und warme Sitzbäder verordnet werden. Bei der chronischen Prostatitis ohne Erreger und Schmerzsyndromen können Biofeedback-Maßnahmen Linderung verschaffen.

Bei solchen Operationen wiederum ist eine mögliche Komplikation die Schädigung von Nerven im Bereich der Prostata, was zu Erektionsstörungen führen kann. Akute Prostatitiden bergen zudem die Gefahr, in eine Blutvergiftung (Sepsis) überzugehen.