Prostataentzuendung medikamente deutschland

  1. Akute bakterielle Prostatitis
  2. Chronische bakterielle Prostatitis
  3. Chronisches Schmerzsyndrom des kleinen Beckens (auf Englisch: Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS); dieses wird weiter unterteilt in ein entzündliches und ein nicht-entzündliches Syndrom
  4. Asymptomatische entzündliche Prostataerkrankung

Fast jeder zehnte Mann hat irgendwann in seinem Leben eine Prostataentzündung oder prostatitische Beschwerden. Dabei sind die chronischen Verläufe insgesamt häufiger als die akuten.

Unterstützend können Schmerzmittel, Fiebersenker und warme Sitzbäder verordnet werden. Bei der chronischen Prostatitis ohne Erreger und Schmerzsyndromen können Biofeedback-Maßnahmen Linderung verschaffen.

Wenn die Prostata entzündet ist, wird dies als Prostatitis oder Prostataentzündung bezeichnet. Die Prostatitis wird – je nach Ursache und Dauer der Beschwerden – in vier Typen eingeteilt:

Zunächst wird der Arzt sorgfältig die Vorgeschichte (Anamnese) erheben. Dazu zählen auch Fragen nach dem Sexualverhalten, um ein Erregerspektrum abschätzen zu können. Die Körpertemperatur wird gemessen und Blut abgenommen. Auch eine Urinprobe muss abgegeben werden, um diese auf Bakterien oder Entzündungszellen zu untersuchen.

Eine akute Prostatitis kann zu starken Schmerzen führen, die meist auf dem Damm bis hin zum After lokalisiert sind. Außerdem können folgende Symptome bei einer akuten sowie einer chronischen Prostataentzündung auftreten:

Bei der akuten bakteriellen Prostatitis gelangen Bakterien in die Prostata und verursachen dort eine starke Entzündung. Bei unzureichender Behandlung oder schlechtem Ansprechen auf die Therapie kann sich daraus eine chronische bakterielle Prostatitis entwickeln, die weiterhin unter Umständen deutliche Beschwerden verursacht, jedoch nicht mehr so hochakut verläuft wie die akute bakterielle Prostatitis.

Die chronische Prostatitis kann zusätzlich zum Erregerspektrum der akuten Prostatitis auch durch sehr langsam wachsende Bakterien wie z.B. das Mykobakterium tuberculosis (Erreger der Tuberkulose) oder Viren verursacht werden.

Die Ursache eines chronischen Schmerzsyndroms im kleinen Becken ist bisher wenig verstanden. Bei der asymptomatischen Prostatitis wird zufällig eine Prostatitis festgestellt, ohne dass Symptome berichtet werden.

Wie die Prostataentzündung (Prostatitis) behandelt wird, hängt in erster Linie davon ab, ob die Erkrankung akut oder chronisch ist und welche Ursachen dahinterstecken. Der Ursprung der Entzündung kann entweder bakteriell oder abakteriell sein.

Eine Prostatamassage sollte bei einer akuten bakteriellen Prostataentzündung unterbleiben, da sonst die Gefahr besteht, die Bakterien in andere Gewebe zu streuen.

Auch pflanzliche Medikamente wie zum Beispiel Roggenpollenextrakt und Kürbiskerne können bei der entzündlichen abakteriellen Prostatitis zum Einsatz kommen – sie tragen bei einigen Patienten zur Linderung der Beschwerden bei. Bestimmte Medikamente können den Urinfluss der Patienten verbessern. Es handelt sich dabei um sogenannte Alphablocker. Alphablocker tragen insbesondere dazu bei, den häufigen Harndrang besser beherrschen zu können.

Die chronische bakterielle Prostataentzündung macht eine über einen längeren Zeitraum andauernde Antibiotika-Therapie (ein bis drei Monate) notwendig. Die mit Bakterien befallenen Prostataregionen und Prostataverkalkungen sind mit Antibiotika schwer erreichbar – das erschwert die Therapie. Kehren die Entzündungen immer wieder, ist eine Ausschälung der Prostata mittels einer Operation unumgänglich. Hierbei entfernt der Operateur das gesamte entzündlich veränderte Gewebe.

Bei einer Prostataentzündung ohne Beteiligung von Bakterien, eine sogenannte entzündliche abakterielle Prostatitis, kann der Urologe zunächst eine Therapie mit Antibiotika versuchen – auch wenn kein Erreger nachgewiesen werden konnte. Bei der nicht-entzündlichen Form wird die Einnahme von Antibiotika allerdings nicht empfohlen.

  • Bettruhe,
  • vermehrte Flüssigkeitszufuhr,
  • Alkoholverzicht und
  • sexuelle Abstinenz in der ersten Woche

Die bei weitem häufigste aller Prostatitisformen mit ungefähr 90 Prozent, ist die abakterielle Prostataentzündung (abakterielle Prostatitis). Eine Standard-Therapie gibt es hier aufgrund der immer noch nicht ausreichend bekannten Ursachen nicht, sodass es hier verschiedene Maßnahmen gibt. Insgesamt ist die Wirksamkeit dieser Maßnahmen aber als eher gering einzuschätzen.

können den Heilungsprozess zudem positiv beeinflussen.

Bei der akuten bakteriellen Prostataentzündung lindert die Einnahme von Antibiotika die Beschwerden in der Regel schnell. Allgemeine Therapie-Maßnahmen wie