Prostata schmerzen erkennen

Wenn das Krankheitsbild sehr schwer ist, kann eine Aufnahme ins Krankenhaus mit intravenöser Antibiotikatherapie notwendig sein. Die antibiotischen Medikamente müssen etwa vier Wochen lang regelmäßig eingenommen/verabreicht werden.

Am wichtigsten ist zunächst die zielgerichtete antibiotische Therapie. Bei der akuten Prostatitis werden sogenannte Breitspektrum-Antibiotika verordnet. Nach der Erregerbestimmung wird das Antibiotikum, um Resistenzentwicklungen vorzubeugen, manchmal umgestellt auf eines, das ein kleineres Wirkspektrum hat, den Erreger aber dennoch angreift.

Die bakterielle akute Prostatitis wird durch Bakterien verursacht, die in die Prostata gelangen, z.B. durch die Harnröhre, den Blut- oder Lymphstrom oder durch bakteriell entzündetes benachbartes Gewebe (z.B. vom Enddarm). Die Erreger, unter anderem auch Neisseria gonorrhoe (Erreger der Gonorrhoe) und Chlamydien, können durch ungeschützten Sexualverkehr übertragen worden sein.

Die Ursache eines chronischen Schmerzsyndroms im kleinen Becken ist bisher wenig verstanden. Bei der asymptomatischen Prostatitis wird zufällig eine Prostatitis festgestellt, ohne dass Symptome berichtet werden.

  1. Akute bakterielle Prostatitis
  2. Chronische bakterielle Prostatitis
  3. Chronisches Schmerzsyndrom des kleinen Beckens (auf Englisch: Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS); dieses wird weiter unterteilt in ein entzündliches und ein nicht-entzündliches Syndrom
  4. Asymptomatische entzündliche Prostataerkrankung

Unterstützend können Schmerzmittel, Fiebersenker und warme Sitzbäder verordnet werden. Bei der chronischen Prostatitis ohne Erreger und Schmerzsyndromen können Biofeedback-Maßnahmen Linderung verschaffen.

Wenn die Prostata entzündet ist, wird dies als Prostatitis oder Prostataentzündung bezeichnet. Die Prostatitis wird – je nach Ursache und Dauer der Beschwerden – in vier Typen eingeteilt:

Fast jeder zehnte Mann hat irgendwann in seinem Leben eine Prostataentzündung oder prostatitische Beschwerden. Dabei sind die chronischen Verläufe insgesamt häufiger als die akuten.

Falls nötig, wird ein Ultraschall durchgeführt. Bei einem sogenannten transrektalen Ultraschall wird der Ultraschallkopf in den After bzw. in den Enddarm (Rektum) eingeführt. Von dort aus kann die Prostata deutlich besser mit dem Ultraschall beurteilt werden als bei einem Ultraschall durch die Bauchdecke. Wenn weiterhin diagnostische Unklarheiten bestehen, kann eine Magnetresonanztomografie (MRT) indiziert sein.

Unser Experte Mario Zacharias ist Chefarzt der Klinik für Urologie im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin-Schöneberg. Die Klinik ist das von den niedergelassenen Urologen Berlins für die stationäre Behandlung eines Prostatakrebses am häufigsten empfohlene Krankenhaus (Ärzteumfrage 2015 von Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin).

URSACHEN Die genauen Ursachen von Prostatakrebs sind noch nicht bekannt. Vermutlich spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. „Studien zeigen, dass in China lebende Männer kaum von dem Karzinom betroffen sind“, sagt Mario Zacharias, Chefarzt der Urologie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum. „Wandern sie allerdings in die USA aus, können auch sie am Prostatakrebs erkranken.“ Krebsforscher vermuten deshalb, dass die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Tumors spielt. Im Verdacht stehen tierische Eiweiße, wie sie im roten Fleisch enthalten sind, und tierische, gesättigte Fette. Vermutet wird auch, dass sich die UV-Strahlung der Sonne zur Krebsvorbeugung positiv auswirkt, weil sie die Vitamin-D-Produktion in der Haut fördert. Dieses wiederum soll vor dem Prostatakrebs schützen. Auch das Alter ist ein Risikofaktor. Sind vor dem 45. Lebensjahr nur wenige Männer betroffen, nimmt die Häufigkeit des Karzinoms im Alter stark zu. Das Risiko für eine Erkrankung steigt, wenn in der Familie ein Verwandter ersten Grades bereits an Prostatakrebs erkrankt ist.

SYMPTOME Der Prostatakrebs wächst lange, ohne Beschwerden auszulösen. Doch nur selten bleibt es bei diesem bösartigen Geschwür bei solch relativ einfachen Problemen wie häufigem Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und Erektionsstörungen. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Blut im Urin und in der Samenflüssigkeit. Zudem kann der Tumor die Knochen und nahe der Prostata gelegene Lymphknoten befallen.

DIAGNOSTIK Die Basisuntersuchungen bei Krebsverdacht und zum Ausschluss anderer Erkrankungen können bei fast allen Männern ambulant durchgeführt werden, ein Krankenhausaufenthalt ist dazu in der Regel nicht erforderlich.

Bestrahlung. Ziel der Strahlentherapie ist es, die Krebszellen durch Strahlen so stark zu schädigen, dass sie absterben. Das gesunde Gewebe soll dabei geschont werden. Die häufigste Methode ist dabei die Bestrahlung von außen, die Mediziner als „perkutane Radiotherapie“ bezeichnen. Daneben kann man die Prostata in frühen Krebsstadien auch von innen bestrahlen. Hierzu werden kleine radioaktive Stifte (Seeds) in das Organ gepflanzt, die erst allmählich ihre Wirkung entfalten. Das ist durchaus ein Plus für die Lebensqualität. Denn für die Seeds-Implantation ist nur ein Termin nötig. Die Bestrahlung der Prostata von außen hingegen muss an fünf Tagen der Woche stattfinden – und das acht Wochen lang. Allerdings ist die Seeds-Behandlung oft mit Irritationen der Blasenfunktion verbunden, die jedoch nur selten zu einer dauerhaften Inkontinenz führen.

Wer glaubt, dass er erblich vorbelastet ist, kann sich an spezielle humangenetische Beratungsstellen wenden. Dort wird ermittelt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. Zu beachten ist: Prostatakrebs kann sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter weitervererbt werden. Aus diesem Grund sollten Ratsuchende bei den Familien beider Elternteile nachforschen, ob deren Brüder oder Väter an Prostatakrebs erkrankt sind.

Um verdächtige Symptome, Ergebnisse der Tastuntersuchungen oder PSA-Werte abzuklären, müssen Pathologen Gewebe aus der Prostata entnehmen. Bei der sogenannten Biopsie wird dazu vom Enddarm aus eine Stanznadel in die Vorsteherdrüse gestochen. Dadurch gewinnt der Arzt zehn bis zwölf Gewebeproben. An der Spitze des fingerdicken Gerätes sitzt eine Ultraschallsonde – Mediziner sprechen vom transrektalen Ultraschall, kurz TRUS. Sie ermöglicht es, gezielt Gewebe aus der Prostata zu holen. Auch bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie (MRT) werden mit dem TRUS kombiniert. „So können wir den Krebs präziser lokalisieren und noch zielgenauer Krebszellen für eine Biopsie entnehmen“, sagt Zacharias. Im Labor wird unter dem Mikroskop nicht nur bestimmt, ob Krebszellen enthalten sind, sondern auch in welchem Stadium sich der Krebs befindet und wie aggressiv er wächst. Das sind entscheidende Informationen für die weitere Behandlungsplanung. Obwohl an zahlreichen Alternativverfahren gearbeitet wird, lasse sich eine Biopsie wegen ihrer Aussagekraft bisher nicht ersetzen.

Bildgebende Verfahren werden auch nach der Therapie des Prostatakrebses eingesetzt, um den Behandlungserfolg zu überprüfen. „Nach einer Krebsbehandlung kontrollieren wir beispielsweise mit einem PET-CT, ob sich Tumorzellen nach einer Operation oder Bestrahlung bei wieder steigendem PSA-Wert ansammeln“, sagt Zacharias. PET-CT steht für Positronen-Emissions-Tomografie und Computertomografie. Dabei wird den Patienten ein Radiopharmakon, also eine schwach radioaktiv markierte Substanz verabreicht, die sich besonders in den Krebszellen anreichert. In den anschließenden CT-Aufnahmen sind die so markierten Tumorzellen dann gut sichtbar.

Trotz der Risiken sollte „eine Operation immer als erster Schritt für die Behandlung in Betracht gezogen werden“, sagt der Chefarzt. Danach bliebe die Alternative, das kranke Organ zu bestrahlen, immer noch als zweite Option, falls der Krebs zurückkehrt. Umgekehrt sei das nicht so: Nach einer Strahlentherapie kann im Falle eines wiederkehrenden Tumors nicht mehr gut operiert werden, weil das Gewebe durch die Behandlung zu sehr geschädigt ist und nur schlecht heilen würde.

Also, bitte niemand erschrecken, vor der kleinen Vorsorgeuntersuchung, es gehen ohnehin schon viel zu wenige Männer da hin.

die meisten Prostatakarzinome werden im Zuge von Früherkennungsuntersuchungen vermutet bzw. schließlich entdeckt.

Weis jemand, wie man mit 25 erkennen kann, ob man eventuell unter Prostatakrebs leider? Wie drückt sich das aus?

Werte unter 4 gelten m. W. als unproblematisch. Es gibt aber auch Männer mit exorbitantem PSA-Wert, deren Prostata jedenfalls nicht karzinös ist, lernte ich. Sollte sich aber der Wert innerhalb von sagen wir 6 – 12 Monaten signifikant erhöhen, sollten die in anderen Antworten geschilderten Schritte unternommen werden.

man selber kann es nicht erkennen! Jedoch kann es sein, dass sich ein Prostatakrebs über diverse Symptome bemerkbar macht (wenn überbaupt, manchmal dauert es, bevor Beschwerden auftreten), jedoch diverse Anzeichen wie Probleme beim Wasserlassen wie häufiger Harndrang (die Urinmenge ist eher gering) und Schmerzen beim Wasserlassen bzw. im Unterbauch/Intimbereich können darauf hinweisen. Beim bereits fortgeschrittenem Prostatakrebs wird auch Blut über den Urin ausgeschieden. Beim Urologen kann man einen bestimmten Test machen lassen: PSA-Test, Prostata spezifisches Antigen genannt. Jedoch besagt ein erhöhter PSA-Wert allein noch nicht aus, ob ein Karzinom vorliegt. Deshalb würde ich diesen Test nicht unbedingt empfehlen. Dieser Wert ist auch erhöht bei einem gutartigen Prostataadenom. Solltest du Beschwerden jeglicher Art haben, so lasse es abklären!

  • schwächerer Harnstrahl
  • häufigerer Harndrang
  • nächtliches Wasserlassen
  • Erektionsprobleme

Man muss / sollte den Arzt beim Blutbild gesondert auf die Bestimmung dieses Wertes hinweisen.

Was findest du denn an einer kurzen Tastuntersuchung oder dem Ultraschall so "sehr unangenehm"??

In der Tat kann man Prostata-Ca zumindest im Anfangsstadium nicht spüren, nicht bemerken.