Medikamente gegen magenschmerzen

  • Trinken Sie Kamillentee oder stilles Wasser, da so der Flüssigkeitsverlust durch den Alkohol ausgeglichen wird. In Form von Kamillentee wird der Magen durch das Heilkraut außerdem beruhigt.
  • Kohlensäurehaltige Getränke oder auch Orangensaft sollten Sie lieber weglassen, da die Säurebildung im Mage so angekurbelt wird.
  • Essen Sie eine kleine Mahlzeit vor Sie Alkohol trinken, damit die Magensäure ihre eigentliche Funktion erfüllen kann, nämlich das Verdauen. Auf die üppige, fette „Grundlage“ für Alkohol sollten Sie bei Magenproblemen lieber verzichten, da der Magen durch große Mengen Essen belastet wird.

Eine Magenschleimhautentzündung oder Gastritis ist mit Erbrechen und Sodbrennen verbunden. Diese Entzündung der Magenschleimhaut hat unterschiedliche Auslöser, zum Beispiel eine Lebensmittelvergiftung, aber auch Alkohol gehört zu den Ursachen einer akuten Gastritis. Die chronische Form verläuft dabei meist ohne spezifische Symptome, oft sind Alkoholiker von dieser dauerhaften Erkrankung betroffen. Bei chronischer Magenschleimhautentzündung kann es zu Magengeschwüren kommen, die operativ entfernt werden müssen.

Wenn wir Alkohol trinken, landet er zunächst im Magen und wird dort aufgenommen. Ist die konsumierte Menge Alkohol zu viel für den Magen, kann der Abbau den Körper überfordern, er reagiert mit Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen oder Magenschmerzen nach Alkohol.

Schon während des Trinkens können Sie darauf achten, nicht zu viel Alkohol zu sich zu nehmen. Umso mehr Sie trinken, desto größer ist auch die Gefahr von Magenschmerzen nach Alkohol. Was zu viel ist, hängt auch von Ihrer körperlichen Statur, dem Geschlecht und dem Alter ab. So verträgt ein Mann mit einer kräftigen Statur in der Regel mehr Alkohol als eine eher kleine, schlanke Frau.

Magenschmerzen nach Alkohol treten meistens am nächsten Morgen auf, nachdem wir etwas zu tief ins Glas geschaut haben. Die Schmerzen kann man als brennend oder auch stechend beschreiben, am meisten weh tut es im Oberbauch.

Gerade unser Magen reagiert oft empfindlich auf Alkohol. Das liegt daran, dass nach dem Trinken Magen und Darm vermehrt durchblutet werden und sich verstärkt Magensäure bildet. Eine zu große Menge an Magensäure reizt die Magenschleimhaut: Denn obwohl Alkohol die Magensäureproduktion anregt, wird gleichzeitig nicht mehr schützender Magenschleim gebildet. Die aggressive Magensäure überwiegt und es besteht die Gefahr, dass der Magen angegriffen wird. So kann es zu Magenschmerzen nach Alkohol kommen.

Starker Alkoholkonsum kann die Magenschleimhaut beeinträchtigen. Das macht sich oft durch Magenschmerzen nach Alkohol bemerkbar und kann unter Umständen zu ernsthaften Krankheiten führen.

Spezielle Medikamente, sogenannte Protonenpumpenhemmer, bieten sich bei schweren Magenschmerzen nach Alkohol eher an. Diese Medikamente bewirken, dass weniger Magensäure gebildet wird. Protonenpumpenhemmer werden im Volksmund als „Magenschutz“ bezeichnet und helfen auch bei Sodbrennen.

Auf nüchternen Magen sollten Sie keinen Alkohol trinken, da der Magen dadurch gereizt werden könnte. Außerdem verschlimmert die Kombination von Alkohol und Nikotin Magenschmerzen, daher sollten Sie lieber auf die Zigarette zum Alkohol verzichten – besonders wenn Sie zu Magenproblemen neigen.

Wer Alkohol zum Essen trinkt, tut sich nicht unbedingt etwas Gutes, denn dieser kann unter Umständen den Verdauungsprozess verlangsamen. In geringen Mengen verbessert der Genuss von Alkohol – beispielsweise als Aperitif – den Verdauungsprozess mitunter aber auch.

Das enterische Nervensystem, so der Fachbegriff für dieses "Bauchhirn", steuert selbstständig alle Prozesse der Verdauung, stimuliert die Organmuskulatur und verarbeitet die Signale der Rezeptoren. Dass auch chronische Stresssituationen die Verdauung be­­las­ten können, wies Gastroenterologe Erckenbrecht mit seinen Studenten nach: "Wir haben untersucht, wie häufig und wie intensiv Medizinstudenten jeweils sechs Monate und eine Woche vor dem Staatsexamen über Bauchschmerzen klagten."

Ein gutes Essen ist für die meisten Menschen aber weitaus mehr als die Aufnahme lebenswichtiger Nahrungsbestandteile – in netter ­Gesellschaft kann es ein Hochgenuss sein. Doch manchmal treten schon bald darauf ­­unangenehme Beschwerden auf, die sogar quälende Ausmaße annehmen können.

Das Ergebnis sei kaum überraschend gewesen: Unmittelbar vor dem Examen haben die Zahl und die Intensität funktioneller Dyspepsie-Beschwerden, also solcher ohne organische Ursachen, dramatisch zugenommen. Doch bei vielen Menschen treten die Symptome auch ohne Stress auf. Unregelmäßig oder hektisch eingenommene Mahlzeiten können sie ebenso aus­lösen wie Nikotin, Medikamente oder zu viel Alkohol. Dann gerät die Magen-Darm-Muskulatur aus dem Takt. Warum jedoch manche Menschen scharfe, saure oder süße Speisen schlecht vertragen, wisse man nicht genau, so der Düsseldorfer Mediziner Joachim Erckenbrecht. Häufig sind es Unverträglichkeiten gegen bestimmte Nahrungsbestandteile, die bei vielen Betroffenen zu Blähungen und Bauchschmerzen führen.

So klagen viele nach einer mehr oder weniger üppigen Mahlzeit über ein massives Völlegefühl, über Sodbrennen oder Schmerzen im Oberbauch. Besonders unangenehm sind Krämpfe, die oft minutenlang andauern. Manche Menschen kennen diese Symptome bereits, weil sie schon lange entsprechend empfindlich reagieren oder weil sie wissen, dass sie zu viel, zu hastig oder zu fettreich gegessen haben.

Magen und Galle sind nach dem Essen gefordert

Durch die Speiseröhre gleiten sie in den Magen. Dort erfolgt die zweite Etappe der Verdauung durch die Magensäure. Wie ein Mahlwerk vermengt und zerreibt der untere Magenteil, das Antrum, den Speisebrei mit intensiven Muskelbewegungen.

Manchmal sind es auch Allergien, die zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen. Den Betroffenen bleibt meist nur, die problematischen Nahrungsmittel konsequent zu meiden. Sehr fettreiche Speisen sind für die meisten Menschen problematisch: "Weil Fette am längsten im Magen bleiben, hält auch der Druck auf die Magenwand länger an als bei anderen Speisen. Zudem ist die Wahrnehmung von Dehnungsreizen bei einer fettreichen Mahlzeit offensichtlich intensiver", erklärt Professor Erckenbrecht. Bei Störungen der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenproduktion können Fette nicht mehr richtig verstoffwechselt werden.

Wer aber sowieso unter einer Überproduktion von Magensäure leidet, sollte auf Alkohol und Kaffee, der ebenfalls die Säureproduktion anregt, verzichten. Besser zur Anregung der ­Verdauung eignen sich etwas Pfefferminzöl oder ein Stück Pfefferminzschokolade.

Paracetamol ist sehr arm an Nebenwirkungen. Sehr selten kann es bei ordnungsgemäßer Einnahme zu Nebenwirkungen wie einer Störung der Blutbildung, allergische Reaktionen, Bauchschmerzen, Übelkeit und einem Erhöhung der Leberwerte kommen.

Auch „Hausmittel“ wie Wärme und Kräutertees (Kamille, Melisse, Pfefferminz) verschaffen eine Besserung und werden anfangs bevorzugt angewendet.

Zur Bekämpfung von säurebedingten Magenschmerzen können auch Medikamente eingesetzt werden, die den sauren pH-Wert im Magen erhöhen. Dafür eigenen sich die sogenannten Antazida. Bei den Antazida handelt es sich um schwache Basen oder das Salz einer schwachen Säure, sodass es zu einer Pufferung der Magensäure kommt und das Milieu im Magen weniger sauer wird. Angewendet werden Aluminium– und Magnesiumhydroxidgele sowie Verbindungen aus Calcium- und Magnesiumcarbonat.

Durch die Protonenpumpeninhibitoren wird die Protonen-Kalium-Pumpe in der Magenschleimhaut gehemmt. Diese trägt über die Freisetzung von Protonen zur Bildung der Magensäure bei, sodass die Magensäureproduktion durch die Protonenpumpenhemmer gehemmt wird.

Neben Medikamenten kann man zur Linderung der Symptomatik auch auf eine Änderung des Lebensstils abzielen. Zum Beispiel durch eine Änderung seiner Essgewohnheiten oder durch den Verzicht auf Zigaretten und Alkohol.

Analgetika (Schmerzmittel) sind ein Mittel der Wahl bei vielen Arten von Schmerzen. Besonders stark wirkende Analgetika, zum Beispiel die „Opioide“, sind größtenteils rezeptpflichtig. Die Gruppe der NSAR, zu der Ibuprofen, Aspirin ® , Naproxen oder Diclofenac gehören, sind in jeder Apotheke rezeptfrei zu erhalten.

, auch als H2-Antagonisten bezeichnet, hemmen die Magensäuresekretion. Antihistaminika binden H2-Rezeptoren, sodass kein Histamin mehr aufgenommen werden kann. Histamin fördert normalerweise die Magensäuresekretion, sodass sich der pH-Wert im Magen Richtung alkalischeren Werten verschiebt.

Bei den Spasmolytika unterscheidet man verschiedene Substanzklassen, deren Gemeinsamkeit es ist den Spannungszustand der glatten Muskulatur zu lockern.

Antihistaminika bewirken eine geringere Magensäuresekretionshemmung als die vergleichbaren Protonenpumpenhemmer. Zu den Antihistaminika zählen unter anderem Cimetidin und Ranitidin. Selten treten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Durchfall und Verstopfung auf.