Behandlung einer prostataentzündung

Eine bakterielle Prostataentzündung kann eine Eiteransammlung (Abszess) in der Prostata oder eine Nebenhodenentzündung zur Folge haben. Verläuft eine Prostatitis chronisch, ist es auch möglich, dass der betroffene Mann unfruchtbar wird.

Für eine abakterielle Entzündung der Prostata können unter anderem Blasenentleerungsstörungen, ein prostatischer Rückfluss (Reflux) sowie Verengungen in den ableitenden Prostatawegen – etwa aufgrund von Prostatasteinen, eines Tumors oder einer Harnröhrenverengung – verantwortlich sein. Lässt sich keine eindeutige Ursache für eine Prostataentzündung feststellen, werden oftmals auch psychische Faktoren als Ursache der Erkrankung vermutet.

Welche Therapie zum Einsatz kommt hängt davon ab, ob die Erkrankung bakterieller oder nicht-bakteriellen Ursprungs ist.

Handelt es sich um eine bakterielle, also durch Bakterien verursachte, Prostataentzündung, so besteht die Therapie in der Regel in der Einnahme von Antibiotika. Diese töten die ursächlichen Erreger ab und verhindern, dass sich die Bakterien weiter vermehren. Hierbei muss zunächst mithilfe einer Bakterienkultur bestimmt werden, welche Bakterien genau die Entzündung verursacht haben. Denn erst dann kann der Arzt bestimmen, mit welchem Antibiotikum sich die Prostatitis am wirkungsvollsten bekämpfen lässt.

Bei einer Prostataentzündung – auch Prostatitis genannt – handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse), die unter anderem mit Unterbauchschmerzen, häufigem Harndrang sowie Schmerzen beim Wasserlassen und der Ejakulation einhergeht. Je nach Ursache wird dabei zwischen einer bakteriellen und einer abakteriellen Prostatitis unterschieden, wobei die abakterielle Prostatitis mit einem Anteil von 90 Prozent die am häufigsten vorkommende Prostataentzündung ist. Schätzungen zufolge erkranken etwa die Hälfte aller Männer mindestens einmal im Leben an einer Prostataentzündung.

Eine bakterielle Prostataentzündung, sei sie nun akut oder chronisch, wird meist durch Bakterien verursacht, die über die Harnröhre oder das Blut in die Prostata gelangen und dort eine Infektion auslösen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Darmbakterien wie Escherichia coli oder Enteroccocus faecalis, die über die Harnröhre bis zur Prostata aufsteigen.

Eine abakterielle Prostataentzündung ist meist schwer zu heilen. Hier können aber unter anderem Prostatamassagen, Wärmeanwendungen wie warme Sitzbäder, Muskelentspannungsübungen, Autogenes Training und Medikamente zur Muskelentspannung schmerzlindernd sein, da sie krampflösend auf die Beckenmuskulatur wirken.

Mit einer Urinuntersuchung kann zudem festgestellt werden, ob der Urin entzündlich verändert ist und ob er Bakterien oder weiße Blutkörperchen enthält. Zur weiteren Abklärung einer Prostataentzündung ist es weiterhin möglich, eine Ultraschalluntersuchung der Prostata durchzuführen. Dabei können beispielsweise Prostatasteine als Ursache der Prostatitis oder die Bildung eines Abszesses in der Prostata nachgewiesen werden.

Zu den Medikamenten, die bei einer Prostataentzündung Linderung schaffen können, gehören neben Medikamenten gegen die Schmerzen unter anderem entzündungshemmende Mittel sowie die sogenannten Alphablocker zur Muskelentspannung und Verbesserung des Urinflusses. Darüber hinaus kommen bei einer abakteriellen Prostataentzündung häufig pflanzliche Medikamente wie Roggenpollenextrakt und Kürbiskerne zum Einsatz.

Im Normalfall bemerken Männer keinerlei Symptome durch ihre Prostata. Bei Vorliegen eines krankhaften Geschehens kann sich dies ändern.

Wenn das Krankheitsbild sehr schwer ist, kann eine Aufnahme ins Krankenhaus mit intravenöser Antibiotikatherapie notwendig sein. Die antibiotischen Medikamente müssen etwa vier Wochen lang regelmäßig eingenommen/verabreicht werden.

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Bei solchen Operationen wiederum ist eine mögliche Komplikation die Schädigung von Nerven im Bereich der Prostata, was zu Erektionsstörungen führen kann. Akute Prostatitiden bergen zudem die Gefahr, in eine Blutvergiftung (Sepsis) überzugehen.

Am wichtigsten ist zunächst die zielgerichtete antibiotische Therapie. Bei der akuten Prostatitis werden sogenannte Breitspektrum-Antibiotika verordnet. Nach der Erregerbestimmung wird das Antibiotikum, um Resistenzentwicklungen vorzubeugen, manchmal umgestellt auf eines, das ein kleineres Wirkspektrum hat, den Erreger aber dennoch angreift.

  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Muskelschmerzen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang mit jedoch nur geringen Harnmengen bei Entleerung
  • Ein unangenehmes Druckgefühl im Unterbauch
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)

Die bakterielle akute Prostatitis wird durch Bakterien verursacht, die in die Prostata gelangen, z.B. durch die Harnröhre, den Blut- oder Lymphstrom oder durch bakteriell entzündetes benachbartes Gewebe (z.B. vom Enddarm). Die Erreger, unter anderem auch Neisseria gonorrhoe (Erreger der Gonorrhoe) und Chlamydien, können durch ungeschützten Sexualverkehr übertragen worden sein.

  1. Akute bakterielle Prostatitis
  2. Chronische bakterielle Prostatitis
  3. Chronisches Schmerzsyndrom des kleinen Beckens (auf Englisch: Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS); dieses wird weiter unterteilt in ein entzündliches und ein nicht-entzündliches Syndrom
  4. Asymptomatische entzündliche Prostataerkrankung

Zunächst wird der Arzt sorgfältig die Vorgeschichte (Anamnese) erheben. Dazu zählen auch Fragen nach dem Sexualverhalten, um ein Erregerspektrum abschätzen zu können. Die Körpertemperatur wird gemessen und Blut abgenommen. Auch eine Urinprobe muss abgegeben werden, um diese auf Bakterien oder Entzündungszellen zu untersuchen.

Die chronische Prostatitis ist meistens eine Erkrankung der Außenzone (periphere Zone) der Prostata. Diese kann sich sowohl komplett auf die Außenzone entwickeln oder nur einseitig entstehen. Es können auch mehrere vereinzelte, umschriebene Bezirke (fokale Entzündungsherde) in der Außenzone betroffen sein.

Bei einer akuten Prostatitis ist in der Regel die gesamte Prostata von der Infektion betroffen. Diese Infektion bewirkt zusätzlich eine Schwellung des gesamten Organs und führt somit zu einer Vergrößerung der Prostata. Die Vergrößerung verursacht für den betroffenen Mann in den meisten Fällen starke Schmerzen, Druckgefühl im Dammbereich und Brennen beim Wasserlassen.

Mit einer gezielten multiparametrischen MRT-Untersuchung der Prostata kann eine Prostatitis festgestellt werden. Für diese Untersuchung wird der Mann ins MRT-Gerät gelegt. Er behält währenddessen seine Unterwäsche an und bekommt zudem einen Bademantel angezogen. Dabei wird weder die Prostata ertastet, oder ein Untersuchungsgerät in das Rektum eingeführt. Die MRT-Untersuchung liefert detaillierte Informationen über die Prostata und kann zwischen einer akuten oder chronischen Entzündung unterscheiden.

Die Symptome bei einer akuten Prostatitis treten häufig mit einer starken Intensität auf. In der Regel verspürt der Mann mehrere Symptome, die den Patienten zum Urologen führen. Für den Urologen ist es aufgrund der eindeutigen Anzeichen nicht schwierig, eine akute Prostatitis festzustellen.

Akute oder chronische Prostatitis

In den meisten Fällen verschreibt der Urologe bei einer akuten Prostataentzündung eine hochdosierte Antibiotika-Therapie. Der erhöhte PSA-Wert sinkt nach einer Antibiotika-Therapie in der Regel deutlich. Auch die erhöhten Entzündungswerte im Blut und die Symptome gehen wieder zurück.

Folgende Symptome können eintreten:

Viele Männer haben im Laufe ihres Lebens einmal eine Prostataentzündung durchgemacht. Grundsätzlich tritt eine Prostataentzündung auf, eine so genannte Prostatitis, wenn Bakterien in die Prostata gelangen. Diese Infektion kann akut oder chronisch verlaufen.

Im Gegensatz zu einer akuten Prostatitis sind die klinischen Symptome bei einer chronischen Entzündung häufig nicht so stark ausgeprägt und die Behandlungsmöglichkeiten können unterschiedlich sein. Auch die Beschwerden treten nicht vermehrt, sondern häufig vereinzelt auf. Das kann die Diagnose einer chronischen Prostatitis auf den ersten Blick erschweren.